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Private Krankenversicherung: Beiträge zurückfordern ohne Angst vor Rauswurf

Private Krankenversicherung: PKV-Beiträge zurückfordern ohne Angst vor Rauswurf

Privat Versicherte können zu viel gezahlte PKV-Beiträge zurückfordern, ohne Angst vor einem Rauswurf bei der Versicherung haben zu müssen. Die Versicherungen haben jahrelang unzureichende Informationen zu Beitragserhöhungen herausgegeben, obwohl sie gesetzlich zur detaillierten und verständlichen Erklärung verpflichtet sind. Viele PKV-Kunden trauen sich aber nicht, gegen ihre Versicherung vorzugehen, da sie Nachteile befürchten. In diesem Beitrag klären wir Sie über Ihre Möglichkeiten auf.

PKV-Beiträge zurückfordern ohne Angst vor Rauswurf

Sind Sie privat krankenversichert und haben gerade ein Schreiben Ihrer Versicherung zum Thema Beitragsanpassung (BAP) erhalten? Viele Versicherer haben ihre Kunden in den letzten Tagen und Wochen informiert, dass sie 2021 die Beiträge anheben werden. Eine Erhöhung der Prämien in der PKV ist nichts Ungewöhnliches, aber sie bedeutet für die Versicherten auch immer eine zusätzliche finanzielle Belastung.

Drastische Beitragserhöhungen für 2021 angekündigt

Für das Jahr 2021 haben einige Versicherer bereits drastische Anpassungen angekündigt. Eine Untersuchung des Wissenschaftlichen Instituts der privaten Krankenversicherungen (WIP) ergab eine durchschnittliche Erhöhung für das kommende Jahr von 8,1 Prozent. So sollen bei der Debeka die Tarife um satte 17 Prozent steigen, und die Barmenia vermeldete knapp 11 Prozent Steigerung.

Coronazeit: PKV kann schnell zur Kostenfalle werden

Beitragserhöhungen in einem solchen Maße sind für die Versicherten schmerzhaft. Besonders bei Menschen über 55, die ab diesem Alter nicht mehr in die Gesetzliche Krankenversicherung wechseln können, kann die PKV schnell zur Kostenfalle werden. Das gilt auch für Selbstständige, die in Coronazeiten vielleicht keine oder nur verminderte Einnahmen haben. Somit ist jede finanzielle Entlastung willkommen.

PKV-Beiträge zurückfordern: Privat Krankenversicherte fürchten Nachteile

Durch ein Urteil vom Bundesgerichtshof vom 19. Dezember 2018 (Aktenzeichen IV ZR 255/17) ist es möglich, die ordnungsgemäße Begründung im Erhöhungsschreiben gerichtlich zu überprüfen. Sollte eine nicht ausreichende Begründung vorliegen, kann der privat Krankenversicherte zu viel gezahlte Prämien zurückverlangen. Aber wir als Verbraucherkanzlei stellen fest, dass viele privat Versicherte zögern, ihren Anspruch geltend zu machen. Die meisten haben Angst, von ihrer Versicherung rausgeworfen zu werden oder eine nachträgliche Erhöhung aufgrund der Rückforderung zu erhalten.

Keine Angst vor Rauswurf: Versicherungsvertrag bleibt bei Klage bestehen

Aber hier können wir alle privat Krankenversicherten beruhigen: Der Versicherungsvertrag bleibt auch bei einer Klage bestehen. Kein Versicherter wird seine Versicherung verlieren oder Gefahr laufen, wegen der Rückforderung gekündigt zu werden. Auch wenn sich manch eine Versicherung dies vielleicht wünscht, gibt es diese Möglichkeit nicht! Was eine auf die Rückzahlung anschließende Tariferhöhung betrifft, so ist auch diese nicht zulässig.

Verbraucherschutz steht an erster Stelle

Versicherungen und Makler sprechen zudem gern davon, dass hier ein »Formfehler« ausgenutzt werde. Aber fast alle Versicherungsunternehmen haben hier in der Vergangenheit ganz einfach schlampig gearbeitet und ganz klar Verbraucherrechte missachtet. Undurchsichtige Verträge und schwammige Formulierungen haben schon oft zu Verbraucherskandalen geführt. Die Versicherungen haben gegen geltendes Recht verstoßen, für das Verbraucherschützer lange gekämpft haben.

Bereits mehrere Urteile gegen Versicherungen

Was die Rückforderung von Beiträgen betrifft, so haben Gerichte bereits Urteile gegen verschiedene Versicherer gefällt und den Kunden bis zu 10.000 Euro zugesprochen. Unter anderem betraf es die AXA (Az. 9 U 138/19), die Barmenia (Az. 2-23 O 198-19), die DKV (Az. 9 O 396/17) und die Debeka (Az. 9 U 237/19).

Prüfen Sie jetzt Ihren Anspruch!

Wenn auch Sie privat krankenversichert sind, empfehlen wir Ihnen eine Prüfung, ob auch Sie zu viel gezahlte Beiträge zurückholen können. Sie können dies ganz unverbindlich und kostenfrei auf www.baumeister-rosing.de/private-krankenversicherung tun. Wir sind auch telefonisch für Sie da unter 030/22 01 23 80, montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr. Wir machen uns für Sie stark!  können Sie einfach und unverbindlich überprüfen, ob Ihre Versicherung betroffen ist. Wenn Sie weitere Fragen haben, stehen Ihnen die Experten der BRR Verbraucherkanzlei Baumeister Rosing auch telefonisch gern unter 030 / 22 01 23 80 (montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr) zur Verfügung. Wir machen uns für Sie stark!

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Private Krankenversicherung wird teurer: Beiträge steigen 2021 um 8,1 Prozent

Private Krankenversicherung wird teurer: Beiträge steigen 2021

Die private Krankenversicherung wird deutlich teurer: Im kommenden Jahr sollen die Beiträge um durchschnittlich 8,1 Prozent steigen. Dies berichtete die FAZ und bezog sich dabei auf eine Auswertung des Wissenschaftlichen Instituts der privaten Krankenversicherungen (WIP) hervorgeht. Begründet werden diese satten Aufschläge laut des FAZ-Beitrags mit steigenden Ausgaben für Ärzte, Krankenhäuser und Arzneimittel sowie mit den niedrigen Zinsen auf Finanzanlagen.

Private Krankenversicherung: Auch Debeka lässt Beiträge enorm steigen

Zuvor hatte die Debeka, mit etwa 2,5 Millionen Vollversicherer der größte Privatversicherer Deutschlands, eine deutliche Beitragserhöhung verkündet. Hier sollen die Prämien für privat Krankenversicherte im Jahr 2021 um satte 17,6 Prozent angehoben werden. Das Unternehmen hob hervor, dass die Beiträge in den vergangenen Jahren stets stabil geblieben seien. Allerdings dürfte dies für die Kunden nur ein schwacher Trost sein.

PKV: Hohe Belastung gerade in schweren Zeiten

Gerade in Zeiten von Corona ist es für viele privat Versicherte schwierig geworden, die teils hohen Beiträge bewältigen zu können. Dies betrifft besonders Selbstständige, die durch Einschränkungen und Lockdowns unter Einnahmeeinbußen leiden. Auch für Menschen über 55 kann die PKV zur Kostenfalle werden, da die Versicherten ab diesem Alter nicht mehr in die Gesetzliche wechseln können.

Beitragserhöhungen müssen überprüft werden

Dass die Beiträge in der privaten Krankenversicherung steigen, ist nichts Ungewöhnliches. Die Versicherer sind laut Gesetz verpflichtet, jedes Jahr ihre Kalkulationen mit den tatsächlich angefallenen Kosten zu vergleichen. Kommt dabei eine Abweichung von mehr als 10 Prozent heraus, müssen alle Rechnungsgrundlagen überprüft werden. Für die Prüfung der Rechtmäßigkeit einer Beitragserhöhung müssen die Versicherer einen unabhängigen Treuhänder hinzuziehen.

Private Krankenversicherung: nicht ausreichend an Vorgaben gehalten

Allerdings haben die privaten Krankenversicherer sich in den vergangenen Jahren offenbar nicht ausreichend an gesetzliche Vorgaben gehalten. Fast alle Unternehmen haben ihre Kunden unzureichend über Beitragserhöhungen informiert, sodass diese in den meisten Fällen unwirksam sind. Für viele privat Versicherte gibt es also die Möglichkeit, sich Geld von der Krankenversicherung zurückzuholen.

BGH-Urteil ebnet Weg für Überprüfungen

Im Dezember 2019 hatte der Bundesgerichtshof (BGH) geurteilt, dass die Begründungen der Beitragserhöhungen gerichtlich überprüfbar sind. Dadurch konnten privat Versicherte die Erhöhungsschreiben juristisch auf ihre Richtigkeit prüfen lassen. Im Februar 2020 gab es ein erstes Urteil in dieser Sache gegen die AXA Versicherung. Das Oberlandesgericht (OLG) Köln verurteilte das Unternehmen zu einer Beitragsrückzahlung von etwa 3.500 Euro. Seitdem hat es bereits mehrere Urteile gegen Versicherungen gegeben, darunter im September 2020 gegen die DKV mit einer Rückerstattung von knapp 9.500 Euro.

Unwirksame Beitragserhöhungen können zurückgefordert werden

»Wir empfehlen jedem privat Krankenversicherten, die Beitragserhöhungen der letzten zehn Jahre überprüfen zu lassen«, sagt Rechtsanwalt Florian S. O. Rosing von der BRR Verbraucherkanzlei Baumeister Rosing. »Sie können sämtliche falsch begründeten Beitragserhöhungen zurückfordern, und zwar für die letzten zehn Jahre. Im Durchschnitt beläuft sich der Rückforderungsbetrag in unseren Verfahren auf 5.000 bis 12.000 Euro. Auf dieses Geld können und sollten viele privat Versicherte nicht einfach so verzichten. Wir haben bereits Tausende von Versicherungsverträgen geprüft und festgestellt, dass fast alle fehlerhaft sind.«

Wir machen Ihr Recht geltend!

Egal, ob Debeka, AXA, ARAG, Barmenia, ERGO – fast alle Versicherer sind betroffen. Wir von der BRR Verbraucherkanzlei Baumeister Rosing beraten Sie gern, wie Sie zu viel gezahlte Beiträge zurückfordern können. Hier können Sie einfach und unverbindlich überprüfen, ob Ihre Versicherung betroffen ist. Wenn Sie weitere Fragen haben, stehen Ihnen die Experten der BRR Verbraucherkanzlei Baumeister Rosing auch telefonisch gern unter 030 / 22 01 23 80 (montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr) zur Verfügung. Wir machen uns für Sie stark!

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Wie Sie sich zu hohe PKV-Beiträge zurückholen können

Zu hohe PKV-Beiträge zurückholen

Ärgern Sie sich auch über zu hohe PKV-Beiträge und würden sich diese gern zurückholen? Viele private Krankenversicherungen erhöhen jährlich die Beiträge, und fälschlicherweise glauben viele Versicherte, dass sie nichts dagegen tun können. Hier erfahren Sie, welches die Grundlagen einer PKV-Beitragserhöhung sind und wie Sie sich zu viel gezahlte Beiträge zurückholen können.

Beitragserhöhungen sind durchaus zulässig

Eine PKV-Beitragserhöhung ist erst einmal nichts Ungewöhnliches. Grundsätzlich dürfen Versicherungen die PKV-Beiträge erhöhen, wenn sie triftige Gründe dafür vorlegen können. Es gibt teils große Unterschiede zwischen den Krankenkassen, wie hoch dieser Aufschlag ausfällt. So hob die Kölner AXA einen ihrer Tarife um knapp 50 Prozent für das Jahr 2017 an, andere Assekuranzen hingegen hielten ihre Beiträge für das Jahr auf gleichem Niveau.

Grund für hohe PKV-Beiträge: Steigende Ausgaben

Zu den Gründen einer Beitragserhöhung gehören etwa steigende Ausgaben für ambulante und Krankenhausbehandlung. Ebenso neue Behandlungs- und Operationsmethoden oder neue und teurere Medikamente können Gründe dafür sein. Auch eine höhere Lebenserwartung und dadurch längere medizinische Versorgung zählen dazu.

Überprüfung durch Treuhänder?

Jedes Jahr kalkuliert Ihre private Krankenversicherung die Ausgaben und errechnet danach den Beitrag. Die tatsächlichen Ausgaben müssen dabei mit den kalkulierten verglichen werden. Wenn es dabei eine Abweichung von mehr als 10 Prozent gibt, ist die PKV gesetzlich verpflichtet, die Beiträge anzupassen. Ein unabhängiger Treuhänder überprüft dann, ob diese neue Beitragsanpassung stimmt und zulässig ist. Die Vorschriften zur Kalkulation und Erhöhung der Beiträge sind im Versicherungsaufsichtsgesetz (VAG) und der Krankenversicherungsaufsichtsverordnung (KVAV) festgelegt. Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) ist dafür zuständig, den Treuhänder zu bestimmen.

Was muss die PKV bei einer Beitragserhöhung tun?

Bei einer Beitragserhöhung ist die private Krankenkasse verpflichtet, ihren Kunden den Grund mitzuteilen. Hier gilt es aber, die Begründung so transparent zu formulieren, dass die Kunden sie verstehen und nachvollziehen können (§ 203 Abs. 5 VVG). In der Vergangenheit haben viele Versicherer diese Pflicht allerdings nicht allzu genau genommen. Sie haben ihre Kunden oft mit allgemeinen Begründungen wie »gestiegene Kosten« oder »hohe Lebenserwartung« abgespeist oder einfach nur den Wortlaut des Gesetzestextes wiedergegeben.

Gerichte entscheiden für Verbraucher

Dies wollten sich einige Versicherte nicht gefallen lassen und zogen vor Gericht. So hat es bereits mehrere Urteile in PKV-Fällen igegen die Versicherer gegeben. Beispielsweise haben das Oberlandesgericht Köln (Aktenzeichen 9 U 138/19) und auch das Landgericht Frankfurt (Aktenzeichen: 2-23 O 198/19) im Frühjahr 2020 bestimmt, dass die Erhöhungen der betreffenden Versicherer formal unwirksam waren. Die Versicherer hatten die Gründe für die Beitragserhöhung nicht ausreichend ausgeführt. In dem Verfahren vor dem LG Frankfurt wurden dem Kläger knapp 10.000 EUR zugesprochen.

Wie kann man zu hohe PKV-Beiträge zurückholen?

Es kann sich also durchaus lohnen, wenn man sich das Schreiben zur PKV-Beitragserhöhung genauer anschaut. Ist die Begründung für die Erhöhung unzureichend, stehen die Chancen für Sie gut, dass Sie gegen die zu hohen PKV-Beiträge vorgehen können. In diesem Fall können Sie die zu viel gezahlten Beiträge verzinst zurückverlangen. Sie sollten demnach auch alle Schreiben der vergangenen zehn Jahre prüfen lassen, unter Umständen können Sie sich viel Geld zurückholen.

Wir helfen Ihnen gern

Wir von der BRR Verbraucherkanzlei Baumeister Rosing beraten Sie gern, wenn Sie Ihre Ansprüche gegenüber Ihrer privaten Krankenversicherung geltend machen wollen. Auf www.baumeister-rosing.de/private-krankenversicherung können Sie kostenfrei und ganz bequem von zu Hause aus prüfen lassen, ob Ihre PKV-Beitragserhöhungen unwirksam sind. Wir machen uns für Sie stark!