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Weiteres Dieselskandal-Urteil gegen Daimler: Erfolg für BRR vor dem LG Stuttgart

Dieselskandal-Urteil gegen Daimler

Das Landgericht Stuttgart hat im Dieselskandal ein weiteres Urteil gegen die Daimler AG gefällt (Az. 14 0 104/21). Der Besitzer eines Mercedes-Benz GLC 250 d 4MATIC hatte den Konzern auf Schadensersatz verklagt. Der Grund:  unzulässige Abschalteinrichtungen im Motor des Fahrzeugs. In dem von der BRR Verbraucherkanzlei Baumeister Rosing geführten Verfahren entschieden die Stuttgarter Richter verbraucherfreundlich. So muss Daimler 46.611,87 Euro nebst Zinsen an den Kläger zahlen, abzüglich eines Nutzungsentgelts, Zug um Zug gegen Übergabe und Übereignung des Fahrzeugs.

Dieselskandal-Urteil gegen Daimler: Mercedes-Benz GLC betroffen

Der Kläger hatte den Mercedes-Benz GLC 250 d 4MATIC im Jahr 2016 als Neuwagen zum Preis von 56.370,78 € gekauft. Im Zuge des Dieselskandals war auch die Daimler AG unter Manipulationsverdacht geraten. So soll eine im Motor eingesetzte Software Abgaswerte von Dieselfahrzeugen beschönigen. Daraufhin hat das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) auch bei Daimler-Fahrzeugen die Beseitigung dieser illegalen Abschalteinrichtungen in Form eines Software-Updates angeordnet.

Fahrzeug des Kunden unterlag verpflichtendem Rückruf

Das Fahrzeug des Daimler-Kunden unterlag ebenfalls einem verpflichtenden Rückruf, da die Abgasrückführung unter anderem temperaturabhängig gesteuert wird. Der Kläger ist der Meinung, dass die Motorsteuerungssoftware den Prüfstand erkenne. Außerdem sorge sie unter anderem dafür, dass nur auf dem Prüfstand eine Kühlmittel-Solltemperatur-Regelung greift und nur auf dem Prüfstand AdBlue angemessen dosiert wird. 

Dieselskandal-Urteil gegen Daimler: Unternehmen machte keine konkreten Angaben

Laut der Stuttgarter Richter hat die Daimler AG den Vorwurf nicht widerlegt und keine konkreten Angaben dazu gemacht, welche ursprünglichen Funktionen durch das Update beseitigt oder geändert werden sollen. Die Richter betonten, dass das Unternehmen die Wahl gehabt hätte, entweder die durch das Update entfallenen oder geänderten Funktionen zu benennen und rechtlich überprüfen zu lassen oder je nach Zulässigkeit und Schlüssigkeit der Klage den Prozess zu verlieren. 

Jedoch habe die Daimler AG laut der Stuttgarter Richter nicht ausreichend substantiierte Angaben zu den Funktionen gemacht. Anhand dieser Informationen wäre für einen Sachverständigen ersichtlich gewesen, ob und in welchem Umfang die durch das Update geänderte oder beseitigte Funktion auch außerhalb des Prüfstands gegriffen hat, so die Richter. 

Urteil gegen Daimler: Erfolg für BRR Verbraucherkanzlei im Dieselskandal

Rechtsanwalt Helmut Dreschhoff von der BRR Verbraucherkanzlei Baumeister Rosing: »Das von unserer Kanzlei erstrittene Urteil zeigt einmal mehr die fragwürdige Strategie der Daimler AG im Dieselskandal. Zum wiederholten Male verliert das Unternehmen einen Diesel-Prozess, weil man sich nicht oder nicht genügend zu den Sachverhalten äußert – angeblich wegen Betriebsgeheimnissen. Aus unserer Sicht lässt der Autobauer die Gerichte absichtlich weiterhin im Dunkeln tappen, um sich nicht genauer erklären zu müssen. Denn offensichtlich hat er keine Erklärung dafür, warum die eingesetzte Abgastechnik legal sein soll.« 

Dieselskandal: Zunehmend verbraucherfreundliche Urteile gegen Daimler

Für Mercedes-Benz-Kunden bestehen im Dieselskandal mittlerweile gute Chancen, Schadensersatz gegen den Hersteller durchzusetzen. »Wir sehen bei Daimler eine zunehmende Zahl von verbraucherfreundlichen Urteilen«, so Rechtsanwalt Dreschhoff. »Neben zahlreichen Urteilen auf landesgerichtlicher Ebene haben auch schon das OLG Naumburg und das OLG Köln zugunsten der geschädigten Verbraucher entschieden. Wie damals bei VW und dem EA189-Skandalmotor kann sich die Klägerseite offenbar nach langem, zähem Kampf immer mehr gegen den Hersteller durchsetzen.« 

Rückrufschreiben im Jahr 2018? Vorsicht vor Verjährung

Der Verbraucheranwalt rät allen Mercedes-Dieselkunden, im Dieselskandal nicht untätig zu bleiben. »Wenn sie einen Daimler-Diesel fahren, sollten Sie dringend prüfen lassen, ob Sie vom Dieselskandal betroffen sind. Denn zum Jahresende 2021 droht vielen Pkw-Besitzern die Verjährung von Schadensersatzansprüchen. Wenn Sie im Jahr 2018 ein Rückrufschreiben erhalten haben, läuft die dreijährige Verjährungsfrist zum Jahresende 2021 aus. Danach sind Schadensersatzansprüche für die Betroffenen nicht mehr durchsetzbar.« 

Handeln Sie jetzt!

Die BRR Verbraucherkanzlei Baumeister Rosing gehört zu den führenden Online-Kanzleien im Dieselskandal. Wir haben bereits über 15.000 Mandanten erfolgreich beraten. Wenn Sie wissen möchten, ob auch Sie vom Abgasskandal betroffen sind, können Sie dies kostenfrei unter diesem Link prüfen lassen. Unser Team wird sich dann umgehend mit Ihnen in Verbindung setzen. Wir machen uns für Sie stark! 

 

 

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Dieselskandal: 875 Millionen Euro Strafe für VW und BMW wegen Kartellabsprachen

Dieselskandal: Strafe für VW und BMW wegen Kartellabsprachen

Die EU hat im Dieselskandal gegen VW und BMW eine Strafe in Höhe von 875 Millionen Euro wegen Kartellabsprachen verhängt. Die beiden Automobilhersteller hatten sich rechtswidrig zu der Größe von AdBlue-Tanks bei Dieselfahrzeugen abgesprochen. Damit sei der Wettbewerb bei der Abgasreinigung einschränkt worden, hieß es laut EU-Kommission. Somit muss VW knapp 502 Millionen Euro Strafe zahlen, BMW hingegen etwa 373 Millionen. Auch die Daimler AG war an den Absprachen beteiligt, kommt jedoch aufgrund einer Kronzeugenregelung ohne Strafe davon.

SCR-System mit AdBlue – eigentlich eine recht saubere Technik

Dieselautos mit neuerer Katalysator-Generation verfügen über ein sogenanntes SCR-System, also Abgaskatalysatoren, die Stickoxide reduzieren können. Bei diesem System wird dem Abgas die Harnstofflösung AdBlue beigemischt, die chemisch mit den Abgasen reagiert. Dadurch werden beide Arten von Gasen zu ungefährlichen Gasen abgebaut. Eigentlich eine recht saubere Technik, hätten die genannten Autohersteller sie auch im machbaren Umfang angewendet.

Strafe im Dieselskandal: Absprachen unter Autoherstellern

In einer sogenannten »Fünferrunde« hatten sich Ingenieure von Audi, BMW, Porsche, Daimler und VW vor etlichen Jahren abgesprochen. Unter anderem einigte man sich, nur kleine AdBlue-Tanks in den Fahrzeugen zu verbauen, obwohl den Unternehmen bekannt war, dass die Tankgröße für eine ordentliche Abgasreinigung nicht ausreichend war. BMW griff zu einer alternativen Technik, um den Nachteil auszugleichen, VW, Audi und Porsche hingegen nutzten eine Schummelsoftware, um Zulassungstests auf dem Prüfstand zu bestehen. So konnten die Fahrzeuge durch die passende Menge AdBlue die Schadstoffgrenzwerte auf dem Prüfstand einhalten, im Gegensatz zum Fahrbetrieb auf der Straße. Hier sorgte eine Abschalteinrichtung jedoch für eine Reduzierung der AdBlue-Zugabe und somit für einen teils wesentlich höheren Schadstoffausstoß.

Strafe im Dieselskandal: Hersteller haben bewusst auf Umweltschutz verzichtet

Rechtsanwalt Helmut Dreschhoff von der BRR Verbraucherkanzlei Baumeister Rosing: »Durch die Schummelei haben die Hersteller nicht nur der Umwelt geschadet, sondern auch die Gesundheit von Millionen Menschen gefährdet. Die Technik für eine funktionierende Abgasreinigung war vorhanden, aber die Hersteller haben sich abgesprochen, diese erst einmal nicht einzusetzen. Die Konzerne haben also einvernehmlich jeglicher Wettbewerb um das effektivste Abgasreinigungssystem außer Kraft gesetzt. Damit wurde bewußt auf Umweltschutz verzichtet, um in den Fahrzeug-Baugruppen nicht kostenintensiv Platz für ausreichend große Harnstofftanks schaffen zu müssen. Es ging hier offenbar nur um den Gewinn, nicht um ökologische Gesichtspunkte – obwohl sich die Hersteller doch so gern als umweltfreundlich darzustellen versuchen.«

Daimler AG bleibt ohne Strafe wegen Kronzeugenaussage

Dass die Daimler AG in diesem Dieselskandal-Fall gänzlich ohne Strafe bleibt, hält der Verbraucheranwalt für eine Farce. Laut Tagesschau.de wäre für den schwäbischen Automobilhersteller eine Strafzahlung in Höhe von über 700 Millionen Euro fällig gewesen. »Daimler hat sich durch eine Kronzeugenaussage aus der Affäre schleichen können», so Dreschhoff. »Man hat plötzlich kalte Füße wegen der jahrelangen Schummelei bekommen und ausgepackt – aber darf das falsche Handeln dann einfach so ungeahndet bleiben? Wir betrachten die Haltung der EU als ein völlig unpassendes Signal für Unternehmen aller Art, die sich auf diese Weise ebenfalls von jeder Schuld reinwaschen könnten.«

Dieselskandal: EU-Kommission ließ bei Höhe der Strafe Milde walten

Bisher hatte die EU noch keine Strafen für Abstimmungen bei bestimmten Technologien verhängt. Diesen Umstand berücksichtigte die Kommission bei ihrer Entscheidung und ließ bei der Höhe der Strafe Milde walten. So hat VW laut eines Spiegel-Berichts offenbar ebenfalls zu dem Fall ausgesagt und deswegen einen Kronzeugenrabatt erhalten. Ohne ihn hätten die Wolfsburger eine etwa doppelt so hohe Strafe bezahlen müssen.

Nichts aus Fehlern des Dieselskandals gelernt

»Der gesamte Vorfall zeigt uns, dass die Automobilindustrie nichts aus den Fehlern des Dieselskandals gelernt hat und dann auch noch mit relativ milden Strafen davonkommt«, sagt Rechtsanwalt Dreschhoff. »Durch die Abgasschummelei fahren nach wie vor Millionen von Dieselfahrzeugen durch die Gegend, die viel mehr Schadstoffe auspusten als vom Hersteller angegeben. Wir kämpfen weiter dafür, dass der Dieselskandal vollumfänglich aufgearbeitet wird und die Hersteller für ihr Fehlverhalten geradestehen müssen. Deshalb raten wir auch allen Dieselfahrern zur Prüfung, ob sie Schadensersatzansprüche geltend machen können.«

Fahren Sie auch einen Diesel? Handeln Sie jetzt!

Fahren Sie ein Dieselfahrzeug von VW, Audi, Porsche, Skoda, Seat, Mercedes-Benz, BMW oder anderen? Wir von der BRR Verbraucherkanzlei Baumeister Rosing helfen Ihnen gern bei der Prüfung, ob Sie Schadensersatzansprüche gegen den Hersteller geltend machen können. Unter diesem Link können Sie mit nur wenigen Klicks prüfen, ob Sie vom Dieselskandal betroffen sind. In einem kostenfreien Erstgespräch klären wir Sie transparent über Ihre Möglichkeiten und Erfolgsaussichten auf. Gern sind wir auch telefonisch für Sie da: Unter 030 / 22 01 23 80 erreichen Sie uns montags bis freitags zwischen 9 und 18 Uhr. Wir machen uns für Sie stark!

 

 

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Whistleblower-Gesetz: So sollen Hinweisgeber besser vor Repressalien geschützt werden

Whistleblower Gesetz Dieselskandal

Whistleblower, auch Hinweisgeber genannt, sollen durch das Gesetz besser geschützt werden. Dies hatte die Europäische Union bereits 2019 mit der »EU-Direktive 2019/1937 zum Schutz von Hinweisgebern« beschlossen. Nun sollen die EU-Mitgliedsstaaten diese Regelung bis Ende 2021 umsetzen. Dadurch werden Mitarbeiter, die Regel- und Rechtsverstöße in Unternehmen oder Behörden melden, ausreichend vor Einschüchterung oder Kündigungen geschützt. Durch Whistleblower waren in den vergangenen Jahren unter anderem Verbraucherskandale wie der Dieselskandal ans Licht gekommen.

Wer genau ist alles ein Whistleblower?

Als Whistleblower oder Hinweisgeber bezeichnet die EU-Kommission eine Person, die Verstöße gegen EU-Recht meldet oder offenlegt, über die sie im Rahmen ihrer beruflichen Tätigkeiten Kenntnis erlangt hat. Die Richtlinie betrifft also nicht nur Arbeitnehmer, sondern auch Selbständige, Freiberufler, Berater, Auftragnehmer, Lieferanten, ehrenamtlich Tätige, unbezahlte Praktikanten und Stellenbewerber.

Whistleblower europaweit durch Gesetz geschützt

Damit Whistleblower keine Sanktionen von Arbeitgebern fürchten müssen, sollen sie durch diese europaweite Regelung geschützt werden. Dies gilt, wenn sie bei der Meldung eines Verstoßes triftige Gründe zu der Annahme hatten, dass die übermittelten Informationen wahr waren, oder wenn sie den ernsthaften Verdacht hegten, dass sie eine widerrechtliche Handlung beobachtet hatten.

Verbraucherschützer begrüßen Whistleblower-Gesetz

In den vergangenen Jahren hatten Whistleblower zahlreiche Missstände oder Verstöße von Unternehmen oder Behörden an die Öffentlichkeit gebracht. Neben Skandalen wie den Panama Papers (u.a. Steuerdelikte) oder Cambridge Analytica (Wahlbeeinflussung) war auch die sogenannte »Dieselgate«-Affäre mit Abgasmanipulationen namhafter Autohersteller aufgedeckt worden. Deshalb begrüßt Verbraucherschutzanwalt Helmut Dreschhoff von der BRR Verbraucherkanzlei Baumeister Rosing die Initiative der EU.

Whistleblower gehen großes Risiko ein

»Auch wir als Verbraucherkanzlei nutzen Informationen von Hinweisgebern bei der Durchsetzung von Rechten geschädigter Verbraucher«, so Dreschhoff. »Daher halten wir es für immens wichtig, dass man für Hinweisgeber sichere Anlaufstellen schafft, um Fehlverhalten von Unternehmen oder Behörden melden zu können. Für Whistleblower ist es nach wie vor ein großes Risiko, mit brisantem Wissen über Firmen oder Behörden an die Öffentlichkeit zu gehen. Viele trauen sich gar nicht, Informationen weiterzugeben, da sie Angst vor Repressalien haben. In Sachen Dieselskandal wissen wir beispielsweise, dass Mitarbeiter, die sich für die Beseitigung von Missständen einsetzten, entlassen wurden. Außerdem soll laut Bericht der Wirtschaftswoche bereits 2011 ein VW-Mitarbeiter intern Auffälligkeiten bei Abgaswerten gemeldet haben. Allerdings hatte diese Meldung keine Folgen, sie versickerte einfach, da es noch keine umfassenden Compliance-Regelungen gab.«

Beispiel Dieselskandal: Ohne Whistleblower keine Aufarbeitung

»Der Dieselskandal hat sich mittlerweile zum größten deutschen Verbraucherskandal aller Zeiten entwickelt«, sagt Dreschhoff weiter. »Hunderttausende betrogene Dieselfahrer haben mittlerweile Schadensersatz von Volkswagen und anderen Herstellern erhalten. Ohne das mutige Zutun von Whistleblowern, die bei Missständen die eigene moralische Bewertung den Vorschriften des Arbeitgebers vorziehen, wäre all dies nie ans Tageslicht gekommen. Es war höchste Zeit, diese Menschen zu schützen.«

Gesetz zum Schutz von Whistleblowern soll Rechtsdurchsetzung verbessern

Die EU-Richtlinie zum Schutz von Hinweisgebern soll Vorfälle wie diese nun verhindern. Neben der Aufdeckung und Unterbindung von Verstoßen ist es das Ziel, die Rechtsdurchsetzung zu verbessern. So sollen kleine und große Unternehmen ab 50 Mitarbeitern sowie Einrichtungen des öffentlichen Sektors, Behörden oder Gemeinden ab 10.000 Einwohnern EU-weit künftig für sichere interne Meldekanäle für Hinweisgeber sorgen. Darüber hinaus sollen Whistleblower weder zivil-, straf- oder verwaltungsrechtlich noch in Bezug auf ihre Beschäftigung haftbar gemacht werden können.

Whistleblower-Gesetz: Umsetzung in Deutschland bis Ende 2021

Sollten Unternehmen oder Behörden beispielsweise eine Meldung behindern, den Hinweisgeber unter Druck setzen oder dessen Identität preisgeben, müssen sie mit Sanktionen rechnen. Diese sollen von den jeweiligen EU-Staaten in Form eines eigenen Hinweisgeberschutzgesetzes festgelegt werden. Das Fristende für die Umsetzung der Whistleblower-Richtlinie in nationales Recht in allen EU-Ländern ist der 17. Dezember 2021. In Deutschland gibt es zwischen den Regierungsparteien diesbezüglich noch Streit, eine Umsetzung muss jedoch bis Ende des Jahres erfolgen. »Immerhin ist der Weg für den gesetzlichen Hinweisgeberschutz geebnet«, sagt Rechtsanwalt Dreschhoff. »Zur Not können sich Whistleblower in Deutschland, die rechtlich gegen Repressalien vorgehen wollen, auch direkt auf die EU-Richtlinie berufen.«

Wir machen uns für Verbraucherrechte stark

Sind auch Sie vom Dieselskandal betroffen? Wir von der BRR Verbraucherkanzlei Baumeister Rosing haben bereits über 15.000 Mandanten erfolgreich vertreten und helfen auch Ihnen gern bei der Durchsetzung Ihrer Ansprüche. Unter diesem Link können Sie mit wenigen Klicks und bequem von zu Hause aus prüfen, ob Ihr Fahrzeug betroffen ist. Gern beraten wir Sie auch zu den Verbraucherthemen PKV-Beitragserhöhungen, unwirksame Bankgebühren, Arbeitsrecht in Zeiten von Corona und anderen. Sie können uns auch telefonisch unter 030 / 23 01 22 80 erreichen, montags bis freitags zwischen 9 und 18 Uhr. Wir machen uns für Sie stark!

 

 

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In eigener Sache: BRR mit Gastbeitrag in der »Neuen Juristischen Wochenschrift«

BRR Gastbeitrag Florian Rosing

Welche Chancen bietet die Arbeit in Online-Kanzleien für Juristen und Juristinnen gerade zu Coronazeiten? Dieser Frage geht Rechtsanwalt Florian S. O. Rosing von der BRR Verbraucherkanzlei Baumeister Rosing in einem aktuellen Gastbeitrag für die »Neue Juristische Wochenschrift« (NJW) nach, die bedeutendste Zeitschrift für die juristische Theorie und Praxis in Deutschland. In der Beilage »Top-Arbeitgeber im Portrait« vom Juni 2021 ist der Beitrag unter dem Titel »Arbeiten in Online-Kanzleien – eine Chance für Juristen und Juristinnen in Zeiten von Corona« zu finden.

BRR Gastbeitrag: Einblick in unsere Arbeit als Online-Kanzlei

BRR-Rechtsanwalt Florian S. O. Rosing: »Wir freuen uns über die Möglichkeit, unsere Sicht auf die aktuelle Entwicklung des Rechtsmarkts in einer so renommierten Publikation darzustellen. Als eine der führenden Online-Kanzleien Deutschlands können wir aus erster Hand von der zunehmenden und dringend notwendigen Digitalisierung der Branche berichten und einen Einblick in unsere Arbeit geben. Gerade für junge Juristen besteht momentan die Chance, den Rechtsmarkt als Digital Natives mitzugestalten.«

Gastbeitrag in der NJW: Vorteile der digitalen Transformation

»Kaum ein Wirtschaftsbereich in Deutschland ist technisch so rückständig wie der Rechtsmarkt«, schreibt Rechtsanwalt Rosing in seinem NJW-Gastbeitrag. »Dass das elektronische Anwaltspostfach beA als Meilenstein gefeiert werden muss und der BGH gleichzeitig auf einen Fristenkalender aus Papier beharrt, spricht somit Bände. Aber einige Anwälte haben die Vorteile der digitalen Transformation frühzeitig erkannt und richten ihre tägliche Arbeit stringent daran aus. Vor allem Legaltech-Kanzleien haben Methoden entwickelt, die Kanzleileben und Mandatsbearbeitung erheblich vereinfachen. Klassische Themen wie Dokumentenverwaltung und Kanzleimanagement, aber auch Online-Akquise und Automatisierungssoftware erschließen so neue Arbeitswelten.«

BRR: Wandel zur Online-Kanzlei 2015 vollzogen

Die BRR Verbraucherkanzlei Baumeister Rosing hat den Wandel zur Online-Kanzlei bereits 2015 vollzogen. Das Ziel: Verbrauchern schnell und einfach barrierefreien Zugang zu ihrem Recht zu verschaffen. Mit wenigen Klicks können Mandanten ihre Daten online an die Kanzlei übermitteln. Durch automatisierte E-Mails wird innerhalb von Minuten ein erster Kontakt zum Mandanten hergestellt und die nächsten Verfahrensschritte individuell erklärt. Neben einer schnelleren und effizienteren Mandatierung hat dies vor allem eine hohe Mandantenzufriedenheit zur Folge.

BRR Gastbeitrag: Digitalisierung kann nicht für jede Kanzlei gleich verlaufen

»Selbstverständlich kann die Digitalisierung nicht für jede Kanzlei gleich verlaufen«, so Rechtsanwalt Rosing in seinem Artikel. »Viele Mandanten benötigen eine intensive persönliche Betreuung, sei es im Familien-, Sozial- oder auch im Wirtschafts- oder Strafrecht. Die Rolle des rechtlichen Seelsorgers oder komplexen Beraters kann keine Automatisierung übernehmen. Aber jede Kanzlei sollte indes prüfen, wo Digitalisierung die persönliche Arbeit erleichtern kann.«

Den gesamten NJW-Artikel können Sie hier lesen.

BRR Verbraucherkanzlei Baumeister Rosing – wir sind für Sie da!

Die BRR Verbraucherkanzlei Baumeister Rosing gehört zu den führenden Online-Kanzleien Deutschlands. Wir beraten Mandanten in verschiedenen Rechtsthemen wie dem Dieselskandal, Beitragsrückerstattungen in der privaten Krankenversicherung, unrechtmäßig erhobene Kontogebühren, Arbeitsrecht und andere. Gern sind wir auch für Sie da und helfen Ihnen, Ihre Ansprüche geltend zu machen. Auf unserer Webseite finden Sie weitere Informationen zu uns und unseren Rechtsgebieten. Lieber telefonisch? Sie können uns unter 030/22 01 23 80 erreichen, montags bis freitags 9 bis 18 Uhr. Wir machen uns für Sie stark!

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Klagen ohne Rechtsschutz? So funktioniert die Prozesskostenfinanzierung

Klagen ohne Rechtsschutz? So funktioniert die Prozesskostenfinanzierung

Die Prozesskostenfinanzierung ist eine gute Möglichkeit für Menschen ohne Rechtsschutzversicherung, rechtliche Ansprüche geltend zu machen. In diesem Fall übernimmt ein Dienstleister die Kosten, die im Rahmen eines Verfahrens anfallen, sodass für den Mandanten kein finanzielles Risiko entsteht. Auch wir von der BRR Verbraucherkanzlei Baumeister Rosing arbeiten erfolgreich mit Prozesskostenfinanzierern zusammen. In diesem Beitrag erklären wir Ihnen, wie dieses Modell funktioniert und für wen es sich lohnt.

Rechtsschutzversicherung, Prozesskostenhilfe oder Prozesskostenfinanzierung?

Für eine finanzielle Absicherung bei rechtlichen Auseinandersetzungen gibt es prinzipiell drei Möglichkeiten. Die bekannteste dürfte die Rechtsschutzversicherung sein, sie übernimmt in der Regel die Kosten für Rechtsstreitigkeiten bis zur vereinbarten Versicherungssumme. Als zweite Möglichkeit gibt es die Prozesskostenhilfe, hier kommt im Falle der Bedürftigkeit der Staat für die Übernahme der Prozesskosten auf. Als Drittes gibt es die gewerbliche Prozesskostenfinanzierung, bei der ein externer Geldgeber die im Rahmen eines Prozesses erforderlichen finanziellen Mittel stellt.

Prozesskostenfinanzierung: Kein Kostenrisiko für Kläger, Provision für Finanzierer

Anders als bei der staatlichen Prozesskostenhilfe handelt es sich bei Prozesskostenfinanzierern um Dienstleister. Dies sind wirtschaftlich handelnde Unternehmen, die für die Kläger das Prozesskostenrisiko übernehmen. Wichtig zu wissen ist, dass im Erfolgsfall der Prozessfinanzierer im Gegenzug eine Provision vom Kläger erhält.

Bestimmte Vorraussetzungen

Für eine Prozesskostenfinanzierung müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Beispielsweise übernehmen die Finanzierer vornehmlich Prozesse, bei denen ein positiver Verfahrensausgang zu erwarten ist. Darüber hinaus hängt die Finanzierung auch von der Höhe des Streitwerts ab. Bei zu geringen Streitwerten ist es möglich, dass der Dienstleister eine Prozesskostenfinanzierung ablehnt.

Kanzlei ist Vermittler, kein zusätzlicher Aufwand für Mandanten

Sind alle Voraussetzungen erfüllt, schließt der Kläger mit dem Dienstleister ein Prozessfinanzierungsvertrag. Die Kanzlei gilt dabei als Vermittler zwischen dem Geldgeber und den Klägern. Sie übernimmt in der Regel jegliche Kommunikation und leitet alle nötigen Schritte ein, sodass für die Mandanten hier kein zusätzlicher Aufwand anfällt.

Prozesskostenfinanzierung: Dienstleister trägt die Verfahrenskosten

In dem Prozessfinanzierungvertrag zwischen dem Kläger und dem Dienstleister ist geregelt, dass der Finanzierer alle anfallenden Kosten des Verfahrens übernimmt. Dazu gehören Gerichtskosten, Sachverständigenkosten und auch die Anwaltskosten. Vertraglich festgelegt wird auch der prozentuale Anteil vom Schadensersatz, den der Finanzierer beim erfolgreichen Verfahrensabschluss erhält. Auch bei einem Teilerfolg oder bei einem Vergleich mit der Gegenseite fällt ein Anteil für den Dienstleister an. Es ist durchaus möglich, dass Kläger einen Prozess verlieren, obwohl zuvor ein erfolgreiches Verfahren prognostiziert wurde. In diesem Fall sind sie jedoch abgesichert, der Prozesskostenfinanzierer trägt alle anfallenden Kosten.

Vorabgespräch mit Anwälten sinnvoll

Klagewillige Verbraucher, die Schadensersatzansprüche mithilfe einer Prozesskostenfinanzierung geltend machen wollen, sollten zunächst ein klärendes Gespräch mit ihrem Rechtsbeistand suchen. Rechtsanwalt Helmut Dreschhoff von der BRR Verbraucherkanzlei Baumeister Rosing: »Wir bieten allen Interessierten ein kostenfreies Erstgespräch zu ihren Möglichkeiten und Erfolgsaussichten. Bei einer Prozesskostenfinanzierung müssen bestimmte Voraussetzungen vorhanden sein, und es sollte auch von einem Rechtsanwalt durchkalkuliert werden, ob sich diese Variante überhaupt für den Mandanten lohnt. Wir klären transparent über mögliche Risiken auf und übernehmen auch die Kommunikation mit dem Prozesskostenfinanzierer.«

Gute Erfahrungen mit dieser Variante

Zahlreiche Mandanten der BRR Verbraucherkanzlei Baumeister Rosing haben bereits gute Erfahrungen mit dieser Variante der Prozessfinanzierung gemacht. »Unsere Kanzlei ist unter anderem auf Dieselskandal-Fälle spezialisiert«, sagt Rechtsanwalt Dreschhoff, »dabei handelt es sich in der Regel um hohe Streitwerte. Daher kann das Modell der Prozesskostenfinanzierung hier für viele Fahrzeugbesitzer durchaus Sinn ergeben.«

Kontaktieren Sie uns!

Sie sind nicht rechtsschutzversichert und möchten Ansprüche beispielsweise im Dieselskandal geltend machen? Wir prüfen gern für Sie in einem kostenfreien Erstgespräch, ob eine Prozesskostenfinanzierung für Sie in Frage kommt. Unter diesem Link können Sie bequem von zu Hause und kostenfrei prüfen, ob Sie Ansprüche geltend machen können. Lieber telefonisch? Unter 030/22 01 23 80 erreichen Sie uns montags bis freitags zwischen 9 und 18 Uhr. Wir machen uns für Sie stark!

 

 

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VW im Dieselskandal: Warum die EA288-Strategie des Konzerns zu bröckeln beginnt

VW im Dieselskandal: Warum die EA288-Strategie des Konzerns zu bröckeln beginnt

Im Dieselskandal gibt es immer mehr Anzeichen, dass die Strategie des VW-Konzerns rund um den EA288-Motor zu bröckeln beginnt. Der Wolfsburger Automobilhersteller bestreitet nach wie vor jegliche Abgasmanipulation bei diesem Motorentyp und versucht der Öffentlichkeit weiszumachen, dass EA288-Klagen in den meisten Fällen verloren gehen. Allerdings hat es in den vergangenen Wochen in der Causa EA288 vermehrt verbraucherfreundliche Urteile gegen Volkswagen gegeben. »Die PR-Kampagne von VW ist nichts weiter als ein plumper Versuch, sich vor weiteren Klagen zu schützen«, sagt Rechtsanwalt Helmut Dreschhoff von der BRR Verbraucherkanzlei Baumeister Rosing.

VW EA288-Motor im Dieselskandal seit Langem unter Manipulationsverdacht

Der EA288-Motor steht schon seit Langem unter Manipulationsverdacht. Er ist der Nachfolger des Skandalmotors EA189, mit dem im September 2015 der Dieselskandal begann. Während es zum EA189 seit Mai 2020 ein BGH-Urteil gibt, konnte sich VW beim EA288 bisher gelassen zurücklehnen. Denn das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hatte den Fahrzeugen mit diesem Motortyp ohne Weiteres Typgenehmigungen ausgestellt und somit eine tadellose Funktionsweise bestätigt.

EA288 vor Bekanntwerden des Dieselskandals entwickelt und verbaut

Bei unabhängigen Abgastests wurden jedoch im realen Straßenbetrieb teils wesentlich höherer Schadstoffausstoß gemessen als bei den Prüfstandstests. Beim Skandalmotor EA189 ist mittlerweile bewiesen, dass VW illegale Abschalteinrichtungen im Motor verbaut hat, um die Abgasemissionen auf dem Prüfstand zu senken. Der EA288 wurde bereits vor dem Bekanntwerden dieses Skandals entwickelt und eingesetzt. Demnach liegt der Verdacht nahe, dass VW auch hier illegale Abschalteinrichtungen verwendet.

KBA hat sich auf die von VW vorgelegten Abgaswerte verlassen

Rechtsanwalt Helmut Dreschhoff von der BRR Verbraucherkanzlei Baumeister Rosing: »Lange Zeit konnte VW sich auf die KBA-Freigabe berufen und behaupten: Seht her, wir haben von der zuständigen Behörde die ordnungsgemäße Funktionsweise bestätigt bekommen. Mittlerweile ist aber davon auszugehen, dass das KBA die Fahrzeuge ohne eigene Prüfung freigegeben hat. Die Behörde hat sich gänzlich auf die von VW vorgelegten Zahlen verlassen.«

Immer mehr verbraucherfreundliche Urteile: EA288-Strategie von VW scheint nicht aufzugehen

Nun kommt offenbar Bewegung in die EA288-Sache, denn immer mehr Gerichte entscheiden verbraucherfreundlich. »Wir sehen, dass etwa seit Jahresbeginn 2021 die Richter verstärkt der Argumentation der Klägerseite folgen. Das hat offenbar auch der VW-Konzern mitbekommen. Da es für das Unternehmen immer schwieriger wird, die Abgasmanipulation beim EA288 zu leugnen, greift man zu anderen Mitteln. So hat VW eine eigene Webseite freigeschaltet, auf der über die Sinnlosigkeit von EA288-Klagen informiert werden soll. Der Konzern versucht den Kunden einzureden, dass fast alle Klagen verloren gehen und nur die Klägeranwälte daran verdienen würden. Durch die jüngsten Urteile sehen wir jedoch, dass diese fragwürdige Strategie zu bröckeln beginnt.«

Wichtiges Dieselskandal-Urteil zum EA288: Richter sehen dieselbe Vorgehensweise wie beim EA189

Im Mai 2021 berichteten sogar der Spiegel und das Handelsblatt (Artikel kostenpflichtig) über die Zunahme an EA288-Klagen und die verbraucherfreundlichen Urteile der letzten Wochen. Besonders wichtig für geschädigte EA288-Kunden war ein Urteil des Oberlandesgerichts Naumburg im April 2021. Das OLG entschied, dass VW einen Golf VII 2.0 wegen vorsätzlicher sittenwidriger Schädigung durch den Einsatz einer illegalen Abschalteinrichtung zurücknehmen muss. Besonders brisant: Die Richter sehen beim EA288 dieselbe Vorgehensweise von VW wie beim Skandalmotor EA189, was es in dieser Deutlichkeit von einem OLG noch nicht gegeben hat.

Dieselskandal um EA288: Druck auf VW wächst

»Mit dem Urteil wird es für VW nun schwerer, sich bei diesem Motortyp herauszureden«, so Rechtsanwalt Dreschhoff. »Deshalb empfehlen wir allen VW-Kunden, die ein Dieselfahrzeug mit EA288-Motor fahren, zur Prüfung, ob sie Schadensersatz vom Hersteller einfordern können. Der Dieselskandal ist noch lange nicht aufgearbeitet, VW konnte die ganze Angelegenheit viel zu lange einfach aussitzen. Wir setzen uns weiterhin dafür ein, dass geschädigte Dieselfahrer zu ihrem Recht kommen. So müssen sie nicht mehr mit mangelbehafteten Pkw herumfahren, die viel zu viele Schadstoffe in die Luft pusten.«

Handeln Sie jetzt!

Der EA288 ist nahezu in jedem Dieselfahrzeug von VW, Audi, Skoda und Seat als 1.4 TDI, 1.6 TDI oder 2.0 TDI seit 2014 verbaut. Wir von der BRR Verbraucherkanzlei Baumeister Rosing haben bereits über 10.000 Mandanten im Dieselskandal erfolgreich vertreten. Gern sind wir auch für Sie da und helfen Ihnen, Ansprüche gegenüber dem Hersteller geltend zu machen. Unter diesem Link können Sie bequem von zu Hause und kostenfrei prüfen, ob Ihr Fahrzeug vom Dieselskandal betroffen ist. Lieber telefonisch? Sie können uns unter 030/22 01 23 80 erreichen, montags bis freitags 9 bis 18 Uhr. In einem kostenlosen Erstgespräch informieren wir Sie über Ihre Möglichkeiten und Erfolgsaussichten. Wir machen uns für Sie stark!

 

 

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Dieselskandal: Daimler AG startet weitere fragwürdige Kundenaktion

Dieselskandal: Daimler AG startet weitere fragwürdige Kundenaktion

Im Dieselskandal hat die Daimler AG eine neue fragwürdige Kunden-Aktion gestartet. So schreibt der Konzern zurzeit Mercedes-Kunden an, die Klage gegen den Hersteller eingereicht haben. In dem Schreiben signalisiert der schwäbische Autobauer Gesprächsbereitschaft in der Angelegenheit, lässt jedoch offen, über was genau man sprechen möchte. Verbraucherschützer halten dies für einen weiteren plumpen Versuch, klagewillige Dieselkunden vom Vorgehen gegen Daimler abzubringen.

Daimler im Dieselskandal: Kunden-Aktion richtet sich an Kläger

Einem Mandanten unserer Kanzlei, dem Fahrer eines Mercedes-Benz GLE 350d 4MATIC, ging jüngst eines dieser Daimler-Schreiben zu. Darin wendet sich die »Kundenbetreuung Deutschland« an den klagewilligen Kunden, um »zu diesem Sachverhalt« zu sprechen. Im weiteren Verlauf spricht der Konzern davon, wie sehr die Diskussion um den Dieselskandal »zu einem Vertrauensverlust in die Dieseltechnologie« geführt habe. Außerdem stelle Daimler sich der »Verantwortung, wenn es darum geht, individuelle Mobilität, Klimaschutz und Luftreinhaltung miteinander in Einklang zu bringen.«

Daimler: Stimmungsmache im Dieselskandal

Im letzten Absatz des Schreibens bekräftigt das Unternehmen jedoch nochmals seine Position in Sachen Dieselklagen: Man halte die geltend gemachten Ansprüche für unbegründet und setze sich dagegen zur Wehr. Wieder einmal greift der Konzern zu der unbelegten Behauptung, dass 95 Prozent der Diesel-Fälle zugunsten des Herstellers ausgingen. Vor einiger Zeit hatte Daimler bereits eine Webseite mit ebendieser Behauptung aufgesetzt, mit der das Unternehmen Stimmungsmache gegen Dieselkläger und deren Anwälte machen will.

Dieselskandal-Verbraucheranwalt: Kunden-Aktion von Daimler äußert fragwürdig

Rechtsanwalt Helmut Dreschhoff von der BRR Verbraucherkanzlei Baumeister Rosing hält diese Kundenaktion für äußerst fragwürdig. »Dies ist ein plumper Versuch, auf dem Wege der Kundenbetreuung Kontakt zu unserem Mandanten aufzunehmen. Die Daimler-Anwälte dürfen dies laut anwaltlicher Berufsordnung nicht – das möchte man mit dem gestarteten Kontaktversuch offensichtlich umgehen.«

Kunden sollten Angebot nicht ohne Weiteres annehmen

In dem Kundenschreiben signalisiert der schwäbische Autobauer bereits deutlich kein Entgegenkommen in Sachen Dieselklagen. Deshalb rät Rechtsanwalt Dreschhoff allen betroffenen Kunden zur Vorsicht. »Wir vermuten, dass das Gespräch dazu genutzt werden soll, Kunden vom weiteren Vorgehen gegen Daimler abzubringen. Seit Wochen versucht der Konzern in der Öffentlichkeit den Eindruck zu vermitteln, dass sich Klagen gegen Daimler nicht lohnen. Wir sehen hier aber eine ganz andere Entwicklung: Die verbraucherfreundlichen Urteile gegen Daimler nehmen zu. Deshalb sagen wir zu dieser Kundenaktion ganz deutlich: Mercedes-Benz-Fahrer sollten dieses Gesprächsangebot nicht ohne Rücksprache mit ihrer Kanzlei annehmen.«

Daimler im Dieselskandal: Verbraucherfreundliche Urteile nehmen zu

Dass Daimler weiter unter Druck gerät, zeigen zahlreiche jüngste Urteile gegen den Autobauer. Gab es bis Herbst letzten Jahres noch kein oberlandesgerichtliches Urteil gegen Daimler, gibt es mittlerweile eines vom OLG Naumburg (Az.: 8 U 8/20) und eines vom OLG Köln (Az.: 7 U 35/20). Hinzu kommen mindestens vier oberlandesgerichtliche Beweisbeschlüsse gegen den Hersteller: OLG Köln (Az.: I 14 U 56/20, Januar 2021), OLG Nürnberg (Az.: 5 U 3555/20, Februar 2021), OLG Saarbrücken (2 U 294719) und OLG Celle (Az.: 7 U 287/20, März 2021). »Die Richter fordern die Daimler AG dabei auf, gezielt Stellung zu den Manipulationsvorwürfen zu nehmen, was den Autohersteller unserer Auffassung nach im Dieselskandal deutlich unter Zugzwang setzt«, so Dreschhoff.

Auch in Verfahren vor Landgerichten ist eine Zunahme an verbraucherfreundlichen Urteilen zu verzeichnen. Erst Anfang April 2021 verurteilte das LG Stuttgart die Daimler AG zu Schadensersatz wegen vorsätzlicher, sittenwidriger Schädigung (Az: 7 O 224/20). Konkret ging es dabei um die Verwendung einer illegalen temperaturgesteuerten Abschalteinrichtung.

Gute Chancen für geschädigte Daimler-Dieselfahrer

Aufgrund dieser verbraucherfreundlichen Entwicklung rät Rechtsanwalt Dreschhoff allen betroffenen Mercedes-Benz-Dieselfahrern, Schadensersatzansprüche zu prüfen. »Auf den Straßen sind Hunderttausende Dieselfahrzeuge unterwegs, die viel mehr Schadstoffe ausstoßen als erlaubt. Hersteller haben jahrelang Abgaswerte manipuliert und Behörden sowie die Öffentlichkeit betrogen. Wir setzen uns weiterhin dafür ein, dass der Dieselskandal vollumfänglich aufgearbeitet und nicht länger von der Automobilindustrie ausgesessen wird.«

Handeln Sie jetzt!

Sie möchten wissen, ob Sie vom Dieselskandal betroffen sind? Wir helfen Ihnen gern. Unter diesem Link können Sie kostenfrei und ganz bequem von zu Hause aus prüfen, ob Ihnen Schadensersatzansprüche zustehen. Wir beraten Sie in einem kostenlosen Erstgespräch und besprechen mit Ihnen Ihre Möglichkeiten. Telefonisch erreichen Sie uns unter 030/22 01 23 80, montags bis freitags 9 bis 18 Uhr. Wir machen uns für Sie stark!

 

 

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Dieselskandal: Warum der Begriff »Klageindustrie« völlig an der Sache vorbei geht

Dieselskandal: Warum der Begriff »Klageindustrie« völlig an der Sache vorbei geht

Wenn es um den Dieselskandal und dessen rechtliche Aufarbeitung geht, wird schnell der Begriff »Klageindustrie« in die Runde geworfen. Gemeint sind damit Rechtsanwaltskanzleien, die sich auf das Thema Diesel-Abgasskandal spezialisiert haben und geschädigte Kunden vertreten. Diesen wird vorgeworfen, hier in großem Maße auf Mandantenfang zu gehen, um bei deren Rechtsschutzversicherungen abkassieren zu können – egal ob Verfahren Aussicht auf Erfolg haben oder nicht. Aber dieses verstärkt von den Herstellern verbreitete Bild hat offenbar eher taktische Gründe, als dass es der Wahrheit entspricht.

Dieselskandal beschäftigt seit mehr als fünf Jahren die Gerichte

Seit mehr als fünf Jahren beschäftigt sich die Justiz bereits mit der Abgasmanipulation bei Dieselfahrzeugen. Waren zuerst nur Fahrzeuge aus dem Hause VW betroffen, gerieten nach und nach immer mehr Hersteller wie Mercedes-Benz, BMW, Fiat oder Opel in den Dieselstrudel. Seitdem beschäftigen sich unzählige Gerichte mit dem Thema, und die Zahl an klagenden Dieselfahrern nimmt nicht ab. Um nur ein Beispiel zu nennen: Laut einem Bericht des ARD-Magazins »Plusminus« vom November 2020 lagen deutschen Gerichten Ende 2020 knapp 51.000 Klagen allein von VW- und Audi-Besitzern vor.

Behörden bleiben im Dieselskandal untätig

Der Dieselskandal geht also weiter, der wohl größte Verbraucherskandal ist lange noch nicht aufgearbeitet. BGH und EuGH haben mittlerweile wegweisende Urteile gesprochen, dennoch sind weiterhin viele rechtliche Fragen ungeklärt. Zahlreiche Gutachten und Dokumente belegen, dass viele Dieselfahrzeuge mehr Schadstoffe ausstoßen als erlaubt. Automobilhersteller weisen jegliche Schuld von sich und berufen sich auf die vom Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) ausgestellten Typgenehmigungen für diese Fahrzeuge. Das KBA bleibt bisher im Dieselskandal untätig und verlässt sich auf Herstellerangaben. Für geschädigte Verbraucher bleibt oftmals nur der Weg zum Rechtsanwalt, um Schadensersatz für ihr mangelbehaftetes Fahrzeug geltend zu machen.

VW-Vorständin spricht im Dieselskandal von »Klageindustrie«

So kommt es, dass Automobilindustrie und auch Rechtsschutzversicherer durch die zahlreichen Diesel-Klagen Kosten in Milliardenhöhe zu verzeichnen haben. Verbraucherschützer und Klägeranwälte stellen nun fest, dass Autobauer zurzeit verstärkt versuchen, gegen die klagewilligen Kunden und ihre Anwälte vorzugehen. In eigens dafür geschalteten Werbeseiten im Internet behaupten beispielsweise VW und auch Daimler, dass Klagen sich nicht lohnen und nur die Klägeranwälte daran verdienen. VW-Rechtsvorständin Hiltrud Werner äußerte Anfang 2021 sogar, dass sich in Deutschland eine »Klageindustrie« entwickelt habe, der es nicht mehr um die rechtliche Klärung für ihre Mandanten gehe, sondern nur um die eigenen Gebühren.

»Klageindustrie«: Kanzleien bloß auf Mandantenfang?

Dass die Hersteller verstärkt den Kampfbegriff »Klageindustrie« anführen, überrascht nicht. Die mittlerweile verstärkte Onlinepräsenz von Anwaltskanzleien wird so dargestellt, als seien die Anwälte einzig am Mandantenfang interessiert. Fakt jedoch ist: Auch Kanzleien nutzen moderne Kommunikationswege, um Bürgerinnen und Bürgern bei rechtlichen Dingen zu helfen. Offenbar sehen die Hersteller es als Bedrohung an, dass Menschen mittlerweile schneller über Rechtsthemen aufgeklärt werden und ihre Verbraucherrechte durchsetzen können.

Dieselskandal: »Klageindustrie« gegen »Schummelindustrie«

Die nach wie vor hohe Zahl an Dieselklagen liegt also nicht an vermeintlich ›geschäftstüchtigen‹ Anwälten. Stattdessen zeigt sie doch eher das gewaltige Ausmaß des Dieselbetrugs und den Wunsch der Geschädigten nach Schadensersatz. Wir von der BRR Verbraucherkanzlei Baumeister Rosing stehen betroffenen Dieselkunden weiterhin zur Seite, um deren Ansprüche geltend zu machen. Entgegen der Behauptungen der Automobilindustrie lohnt es sich durchaus, sich gegen die Hersteller zu wehren. Zurzeit stellen wir eine Zunahme an verbraucherfreundlichen Urteilen fest – immer mehr Richter folgen der Argumentation der Klägerseite. Unsere Beharrlichkeit im Dieselskandal scheint sich auszuzahlen, deshalb werden wir uns weiterhin für das Recht der Geschädigten einsetzen. Denn wir wollen, dass der wohl größte Verbraucherskandal aller Zeiten gänzlich aufgearbeitet und nicht einfach von der Automobilindustrie ausgesessen wird.

Handeln Sie jetzt!

Sie fahren einen Diesel und sind sich unsicher, ob sie gegen Ihren Fahrzeughersteller juristisch vorgehen können? Wir von der BRR Verbraucherkanzlei sind für Sie da und beraten Sie in einem kostenfreien Erstgespräch. Unter diesem Link können Sie bequem von zu Hause aus und kostenfrei prüfen, ob Sie Ansprüche geltend machen können. Wir sind auch telefonisch für Sie da unter 030/22 01 23 80, montags bis freitags 9 bis 18 Uhr. Wir machen uns für Sie stark!

 

 

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Dieselskandal: Wie VW und das KBA die Herausgabe von Diesel-Akten blockieren

Dieselkandal: Wie VW und das KBA die Herausgabe von Diesel-Akten blockieren

VW und das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) blockieren im Dieselskandal die Herausgabe von möglicherweise brisanten Diesel-Akten. Konkret geht es um den Schriftverkehr zwischen Volkswagen-Konzern und Bundesbehörde rund um die Zeit des Bekanntwerdens des Diesel-Abgasskandals im September 2015. Obwohl dem KBA eine gerichtliche Anordnung zur vollständigen Herausgabe der Dokumente vorliegt, ist das Amt dieser bisher nicht nachgekommen, auch weil VW sich mit allen Mitteln dagegen wehrt.

VW ging im September 2015 mit dem Dieselskandal an die Öffentlichkeit

Am 22. September 2015 hatte VW die Öffentlichkeit mit einer Adhoc-Meldung über Unregelmäßigkeiten bei einer verwendeten Software in Dieselmotoren informiert. Der Konzern räumte ein, dass bei Abgaswerten von Fahrzeugen mit dem Motortyp EA189 eine auffällige Abweichung zwischen Prüfstandswerten und realem Fahrbetrieb festgestellt wurde. Es zeigte sich, dass VW illegale Abschalteinrichtungen in diesen Dieselmotoren verwendet, um Abgaswerte für Typzulassungen zu manipulieren. Damit begann der Dieselskandal, der in seinem Verlauf immer weitere Fahrzeuge und Hersteller betraf.

KBA-Akten: Schriftverkehr zwischen VW und dem Bundesamt zum Dieselskandal

Im Zeitraum zwischen September und Oktober 2015 hatte es bezüglich des Dieselskandals Schriftverkehr zwischen VW und dem KBA gegeben. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH), die schon weit vor dem Dieselskandal auffällige Abgaswerte bei Dieselfahrzeugen untersuchte, fordert seit 2016 von der Flensburger Behörde die Herausgabe der VW-Dieselakten. Denn man vermutet, dass auch der Nachfolger des EA189-Skandalmotors, der EA288, von den Manipulationen betroffen ist. VW behauptet bis heute, dass bei diesem Motor keine illegalen Abschalteinrichtungen verbaut seien. VW-interne Dokumente zum EA288, die an die Öffentlichkeit gelangt waren, sowie auch Gutachten externer Prüfer sprechen jedoch eine deutlich andere Sprache.

Dieselskandal: DUH klagt auf Akten-Einsicht, KBA und VW stellen sich quer

Das KBA legte die betreffenden Akten der DUH 2016 zwar vor, jedoch in einer fast komplett geschwärzten Fassung. Daraufhin zog die Verbraucher- und Umweltschutzorganisation vor Gericht, um vollständige Akteneinsicht zu bekommen. So entschied das OVG Schleswig im Jahr 2018, dass die Flensburger Behörde den Schriftverkehr mit der VW AG freigeben muss. Daraufhin stellten VW und auch KBA einen Antrag auf Zulassung der Berufung, der jedoch letztendlich im September 2020 abgelehnt wurde. Die Richter urteilten rechtskräftig, dass es sich nicht um interne Kommunikation handele und die Öffentlichkeit somit ein Recht darauf habe zu erfahren, welche Absprachen es zwischen der Behörde und dem Autobauer gegeben habe.

Dieselskandal-Akten: KBA droht Zwangsgeld, VW beantragt Aussetzung der Vollziehung

Das KBA verzögerte jedoch weiterhin die Herausgabe der Akten im geforderten Umfang, sodass die DUH im November 2020 Zwangsvollstreckung beantragte. VW seinerseits antwortete mit einer Klage samt Eilantrag, woraufhin die Flensburger Behörde die gerichtlich verfügte Herausgabe der Akten stoppte mit der simplen Erklärung, dass der Antrag des Autobauers begründet sein könnte. Im März 2021 schließlich entschied das Verwaltungsgericht Schleswig unter Androhung eines Zwangsgeldes, dass das KBA der DUH binnen zwei Wochen vollständige Einsicht in die Akten gewähren muss. Aber die Farce geht weiter: VW hat nun Beschwerde gegen diesen Beschluss eingereicht und eine einstweilige Anordnung beantragt, um die Vollziehung auszusetzen.

KBA-Akten und der EA288-Motor: Brisante Details zum VW-Dieselskandal?

Nach wie vor beteuert der Wolfsburger Konzern, den Dieselskandal vollständig aufarbeiten zu wollen und in Sachen Compliance ein besseres Unternehmen geworden zu sein. Dennoch bringt man auffällig viel Mühe auf, um die Veröffentlichung des Schriftwechsels mit der Kraftfahrtbehörde zu verhindern. Verbraucherschützer werten dies als eindeutiges Signal, dass sich in den Akten brisante Details befinden müssen. Diese sollen offenbar im Diesel-Abgasskandal unter keinen Umständen an die Öffentlichkeit gelangen. Vor allem dürfte dies den EA288-Motor aus dem Hause VW betreffen, der schon vor Bekanntwerden der Abgasmanipulation entwickelt und verbaut wurde. Somit liegt es nahe, dass VW sich beim EA288 auf dieselbe Abgasstrategie berufen hat wie beim EA189. Die KBA-Akten könnten also Millionen betrogener VW-Kunden helfen, Schadensersatz von dem Autobauer zu fordern.

Fragwürdige Rolle des KBA im Dieselskandal

Auch die Rolle des KBA in dieser Angelegenheit ist mehr als fragwürdig. Die Deutsche Umwelthilfe hatte sich schon Jahre vor Bekanntwerden des Abgasskandals an die Behörde gewandt und Auffälligkeiten bei Abgaswerten von Dieselfahrzeugen angemahnt. Das Bundesamt hatte es jedoch vorgezogen, diesen Hinweisen nicht nachzugehen, sondern sich auf die Angaben der Hersteller zu verlassen. Die deutlichen Unterschiede beim Emissionsausstoß auf dem Prüfstand und im echten Straßenbetrieb befand man als normal. Nach steigendem öffentlichen Druck gelobte der neue KBA-Präsident Richard Damm Anfang 2020 Besserung. Er kündigte an, die Arbeit der Behörde zu verbessern und transparenter zu machen. Allerdings zeigt sich anhand des aktuellen Verhaltens rund um die VW-Akten, dass das Bundesamt aus der Vergangenheit offenbar nichts gelernt hat. Verbraucherschützer halten es für absolut inakzeptabel, dass eine Behörde sich mit derartigem Handeln zum Handlanger eines Konzerns macht.

Verbraucherschützer: Immer mehr Richter folgen Argumentation der Klägerseite

In dieser Angelegenheit ist das letzte Wort jedoch noch nicht gesprochen. Deshalb raten Verbraucherschützer Besitzern eines VW-Dieselfahrzeugs mit EA288-Motor weiterhin zur Prüfung, ob sie Schadensersatzansprüche geltend machen können. Beim EA288 ist eine Zunahme an Klagen gegen VW sowie auch vermehrt verbraucherfreundliche Gerichtsentscheidungen festzustellen. Die Beharrlichkeit der Klägeranwälte im Dieselskandal scheint sich auszuzahlen, denn immer mehr Richter folgen deren Argumentation. Wir von der BRR Verbraucherkanzlei Baumeister Rosing werden uns weiterhin für das Recht der Geschädigten einsetzen. Denn wir wollen, dass der wohl größte Verbraucherskandal aller Zeiten gänzlich aufgearbeitet und nicht einfach von der Automobilindustrie ausgesessen wird.

Nach wie vor gute Chancen im Dieselskandal – handeln Sie jetzt!

Dieselfahrer können weiterhin rechtlich gegen die Schummelei von Automobilherstellern wie VW, Audi, Porsche, Seat, Skoda, Mercedes-Benz, BMW oder andere vorgehen. Millionen von Autofahrern wurden Dieselfahrzeuge verkauft, die im Straßenverkehr viel mehr Schadstoffe ausstoßen als vom Hersteller angegeben. Wir von der BRR Verbraucherkanzlei Baumeister Rosing haben bereits über 10.000 geschädigte Dieselkunden erfolgreich vertreten. Unter diesem Link können Sie ganz bequem von zu Hause aus und kostenfrei überprüfen, ob Ihr Fahrzeug betroffen ist. In einem kostenlosen Erstgespräch klären wir Ihre Möglichkeiten. Sie können uns auch telefonisch unter 030 / 22 01 23 80 erreichen, montags bis freitags 9 bis 18 Uhr. Wir machen uns für Sie stark!

 

 

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VW Dieselskandal: Zahl der EA288-Klagen nimmt deutlich zu

VW Dieselskandal: Zahl der EA288-Klagen nimmt zu

Im VW-Dieselskandal rund um den EA288-Motor nimmt die Zahl der Klagen deutlich zu. Laut Recherchen des Wirtschaftsmagazins »Capital« lagen Ende Januar 2021 rund 8.500 Klagen von VW-Kunden vor, die ein Fahrzeug mit diesem Motortyp besitzen. Der EA288 ist der angeblich »saubere« Nachfolger des Skandalmotors EA189, der 2015 den Diesel-Abgasskandal ausgelöst hatte. Mittlerweile belegen an die Öffentlichkeit gelangte VW-interne Dokumente und Gutachten, dass Abgaswerte auch beim EA288 manipuliert wurden.

Dieselskandal EA288: VW redet sich beim Thermofenster heraus

Die Volkswagen AG behauptet bis heute, keine unzulässigen Abschalteinrichtungen beim EA288-Motor zu verwenden. Der Konzern räumte ein, dass zwar ein sogenanntes »Thermofenster« zum Einsatz komme, das allerdings aus Gründen des Motorschutzes verwendet werde. Bisher hat sich VW jedoch bei der Erklärung der Notwendigkeit dieser Abschalteinrichtung nur herausgeredet. Als »Thermofenster« bezeichnen die Hersteller den Temperaturbereich, in dem die Abgasreinigung des Motors optimal arbeitet. Dieser liegt – je nach Fahrzeug – etwa zwischen 15 und 30 Grad Celsius.

Abgasreinigung die meiste Zeit reduziert oder inaktiv

Ist es wärmer oder kälter als der genannte Temperaturbereich, wird die Abgasreinigung laut Hersteller zum Schutz des Motors gedrosselt oder ganz abgeschaltet. In Deutschland sowie weiten Teilen Mitteleuropas beträgt die Durchschnittstemperatur über die Hälfte des Jahres weniger als 10 Grad Celsius und liegt damit außerhalb des Thermofensters. Damit ist durch den extensiven Einsatz des Thermofensters die meiste Zeit im Jahr die Abgasreinigung deutlich reduziert oder sogar inaktiv und der Ausnahmefall der Regelfall.

EA288: Weitere illegale Abschalteinrichtung erkannt

Darüber hinaus berichtete das ARD-Magazin »Plusminus« von einem Gutachten eines unabhängigen Prüfers, das als weitere Abschalteinrichtung beim EA288 die Zykluserkennung zeigt. In diesem Fall kann die Motorsteuerung erkennen, ob sich das Fahrzeug gerade auf dem Prüfstand in einem bestimmten Prüfzyklus befindet. Die Zykluserkennung könnte somit genutzt werden, um den Abgasausstoß auf einen Testbetrieb hin zu optimieren.

Dieselskandal: VW hält EA288-Klagen für ungerechtfertigt

Im Bericht des Magazins »Capital« heißt es, dass VW die Klagen für ungerechtfertigt halte und sich dagegen wehre. Recht beiläufig erwähnte der Konzern, dass man mit EA288-Kunden anfangs sogar Vergleiche geschlossen habe. Allerdings, so VW, habe es beim EA288-Motor – anders als beim Vorgänger EA189 – keinen einzigen Rückruf des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) wegen einer unzulässigen Abschalteinrichtung gegeben. Das KBA habe dem Konzern mehrfach bestätigt, dass keine illegale Software eingesetzt werde.

KBA hat bisher keine gute Figur gemacht

Das KBA ist für die Typgenehmigung und die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben bei Fahrzeugen zuständig. Allerdings hat es im Diesel-Abgasskandal bisher keine gute Figur gemacht. Laut eines Spiegel-Berichts hat die Behörde jahrelang Hinweise auf Diesel-Abgasmanipulationen ignoriert und hat teilweise Angaben der Hersteller zu Abgaswerten ungeprüft übernommen. So rechtfertigte das KBA seine Untätigkeit in der Dieselaffäre mit der Erklärung, es sei nicht die Aufgabe der Behörde, nach Abschaltsystemen zu suchen.

VW-Dieselskandal: Im Janaur 2021 lagen 8.500 EA288-Klagen vor

Obwohl sich VW in Sachen EA288 nun in Sicherheit wiegt, nehmen die Klagen und verbraucherfreundliche Urteile nun zu. So begann das Jahr 2021 für den Konzern mit gleich mehreren Niederlagen vor Gericht. Dazu gehörten Urteile vor dem LG Offenburg (Caddy Comfortline TDI 2.0, Az.: 2 O 168/20), dem LG Duisburg (Skoda Superb 2.0 TDI, Az.: 12 O 88/20) und dem OLG Köln (nicht näher genanntes Fahrzeug, Az.: 19 U 151/20). Darüber hinaus fordern Richter in EA288-Fällen immer häufiger Beweisbeschlüsse. Dies war jüngst beim OLG Köln (Az.: 18U 277/19) oder beim OLG Düsseldorf (Az.: I-23 U 159/20) der Fall. So will man durch richterlich angeordnete Gutachten überprüfen, ob es im EA288-Motor eine unzulässige Abschalteinrichtung gibt.

Servicemaßnahme 23CY: Verbraucherschützer raten dringend von Software-Update ab

Ausgerechnet in Zeiten dieser Urteile sowie des EuGH-Urteils vom Dezember 2020 zu illegalen Abschalteinrichtungen startete VW über seine Händler für EA288-Kunden eine freiwillige Servicemaßnahme, ein Software-Update beim Motorsteuergerät. Dieses Update soll einen Fehler im SCR-System beseitigen – ebendieses System ist in der Abgasreinigung zuständig für die Reduktion von Stickoxiden. Die Vermutung liegt nahe, dass diese als »Feldmaßnahme 23CY« bezeichnete Serviceaktion der Verschleierung von zuvor eingebauten illegalen Abschalteinrichtungen dient. Aus diesem Grund sowie wegen möglicher Folgeschäden raten Verbraucherschützer dringend von der Umsetzung des Software-Updates ab.

VW will EA288-Kunden von weiteren Dieselskandal-Klagen abhalten

VW fährt indes eine eher fragwürdige PR-Kampagne gegen Kläger-Anwälte, offenbar weil der Konzern aufgrund der aktuellen verbraucherfreundlichen Entwicklung kalte Füße bekommt. So versucht der Konzern auf seiner Homepage, EA288-Kunden vom Klagen abzuhalten. Man versucht den Dieselbesitzern einzureden, dass sich rechtliche Schritte gegen VW nicht lohnen würden. Darüber hinaus äußerte sich VW-Rechtsvorständin Hiltrud Werner im Februar 2021 abfällig über die Arbeit der Verbraucherschutzanwälte und warf ihnen vor, aus Geldgier eine »Klageindustrie« in Deutschland aufzubauen.

Klagewunsch geht von VW-Kunden aus

Dass es im Dieselskandal weiterhin so viele Klagen gibt, liegt aus Sicht der Verbraucherschützer jedoch nicht an den Anwälten. Für sie liegt es einzig daran, dass die Automobilindustrie ihre Kunden jahrelang in einem so großen Umfang betrogen hat. Der Wunsch der geschädigten Dieselfahrer ist nach wie vor da, Schadensersatz für ihr eindeutig mangelhaftes Fahrzeug zu bekommen. Beim EA288-Motor lassen sich die Richter an den deutschen Gerichten offenbar immer mehr von der Argumentation der Rechtsanwälte überzeugen. Daher haben die Kunden nach wie vor gute Chancen, ihre Ansprüche im Abgasskandal geltend zu machen.

Wir von der BRR Verbraucherkanzlei Baumeister Rosing kämpfen weiter dafür, dass der größte Verbraucherskandal Deutschlands in vollem Umfang aufgearbeitet wird – und zwar aus Gründen der Rechtspflege. Denn die Vergangenheit zum EA189-Motor hat gezeigt, dass sich die Beharrlichkeit der Anwälte letztendlich ausgezahlt hat und Tausende geschädigter VW-Kunden zu ihrem Recht gekommen sind.

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